Skarsvåg – Honningsvåg – Skarsvåg

Dienstag, 05.07.2022

Morgens beim schönen Wetter packte Schorsch wieder sein Zelt ein und ich hatte Zeit, den Tag etwas geruhsamer anzugehen. Ich hatte im Internet geprüft, ob heute Kreuzfahrtschiffe in Honningsvåg liegen und freute mich, da keine Schiffe ankommen sollten, noch einmal nach Honningsvåg zu radeln. Diesmal hin und zurück (dabei geht es ja hoch bis ca. 300m) mit leichtem Tagesgepäck. So konnte ich Schorsch noch bis Honningsvåg begleiten und dort endgültig verabschieden für diesen Urlaub. Das erste Foto in der Galerie haben Nachbarn vom Campingplatz gemacht. Am Vormittag war es wechselnd bewölkt. In Honningsvåg habe ich die relative Ruhe genossen und war im lokalen Museum mit den Themen 2.Weltkrieg, Fischerei und Nordkapp-Tourismus. Dort sah ich ein Foto der Stadt nach dem Abzug der Deutschen, wo nur noch die Holzkirche stand und alle anderen Gebäude und Einrichtung abgebrannt waren. Die Kirche diente dann in den ersten Monaten des Wiederaufbaus als Unterkunft für die Handwerker. Ich habe dann noch etwas Verpflegung eingekauft, da im Fischerort Skarsvåg beim Campingplatz kein Lebensmittelladen ist und mir die Kirche angesehen. Währenddessen war im Südwesten schon ein Gewitter zu sehen und erste Regentropfen kamen herunter. Schorsch ist nach dem Nordkapptunnel direkt im Gewitter gewesen und hat sich für längere Zeit geschützt untergestellt.
Ich radelte zurück zum Campingplatz und konnte dem Gewitter davonfahren. Es zog westlich an mir vorbei. Abends fuhr ich dann in das kleine Restaurant Nordkapp jul og Vinterhus [ http://www.julehuset.no/de/index.htm ]. Dort fragte ich dann, was es heute zu essen gäbe. Ich bekam Fischsuppe angeboten und nachdem ich die Schüssel leer gegessen hatte bekam ich noch einen Nachschlag angeboten. „Wir sind eben kein normales Restaurant“ meinte die Bedienung. Mit 3 Dosen Cola bezahlte ich nur umgerechnet 22 Euro. Ich hatte mit mehr gerechnet. Währenddessen zog ein weiteres Gewitter direkt über den Ort und den Campingplatz. Da ich mein Tunnelzelt nur mit jeweils 3 Heringen an den beiden Enden aufgestellt hatte, fürchtete ich, dass entweder der Wind das Zelt wegreißt oder das Wasser so hoch ansteigt, dass meine Ausrüstung im Vorzelt nass wird. Die Windstärke konnte ich an den Fahnen im Ort ablesen. Es war glücklicherweise ein Gewitter ohne Sturm und ohne Böen. Nach dem Essen zog ich dann meine Regenbekleidung an und radelte die knapp 2km zurück zum Campingplatz. Das Zelt stand noch unversehrt und das Wasser war auch nicht ins Vorzelt gestiegen. Trotzdem ergänzte ich alle weiteren Heringe, so dass ich mir für die nächsten Tage keine Sorgen mehr machen musste.

Dies ist die heutige Strecke: [ https://cyclemeter.com/076b5f3de1696c73/Cycle-20220705-1129-17841 ]

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